Größter Auftrag aller Zeiten für Boessenkool in den Niederlanden

Hochkarätiges CERN mit Millionenauftrag an Almelo!

Das Genfer Forschungsinstitut ALMELO-CERN – weltweit bekannt für den LHC, den leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger der Welt – hat seinen bisher größten Auftrag für die niederländische Industrie an die Maschinenfabrik Boessenkool in Almelo vergeben. Für Boessenkool ist dieser prestigeträchtige Auftrag mit mehr als 2 Millionen Euro der größte Auftrag seines 117-jährigen Bestehens. Es handelt sich um die Lieferung von fast 335 Metern Vakuumgefäßen oder Vakuumröhren für den LHC.

Genauer gesagt: Es handelt sich um die Herstellung von 38 Vakuumbehältern von 5 bis 12 Metern, die für UHV, Ultrahochvakuum geeignet sind. Die Oberflächen und Anschlüsse dieser Vakuumbehälter müssen sehr präzise bearbeitet werden, damit die Elektronen auf einem hochgenauen geraden Weg beschleunigt werden und die Vakuumdichte gewährleistet ist. Dieser Auftrag für CERN hat eine Vorlaufzeit von insgesamt 2,5 Jahren.

Für den Firmenchef Eelco Osse, Unternehmer und Innovator, der unter anderem den Prince Friso Ingenieurs-Publikumspreis 2019 gewonnen hat, bedeutet dieser Auftrag viel: „CERN ist seit Jahren unser Kunde und anscheinend zu seiner Zufriedenheit. Für uns ist dieser neue, große Auftrag ein Meilenstein, auf den wir außerordentlich stolz sind. Denn es ist schon etwas, einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der kleinsten Teilchen der Erde für dieses führende wissenschaftliche Institut zu leisten. Das zeigt einmal mehr, dass wir viel können und das hängt natürlich mit der hohen Kompetenz der Mitarbeiter der Boessenkool zusammen. Ihr Wissen, ihre Erfahrung und natürlich auch ihr Mut sind unabdingbar, um Aufträge wie diesen zu gewinnen und auszuführen. “

Einer dieser Mitarbeiter der Almelo-Maschinenfabrik ist der Projektleiter Ing. Dr. Jasper Brugman, der auch mit diesem Auftrag sehr zufrieden ist. Von dem Moment an, als der Antrag bekannt wurde, haben Brugman, der für dieses Projekt verantwortlich ist, und seine Kollegen im November 2016 monatelang an den Vorbereitungen für diese komplexe Ausschreibung gearbeitet. “Und dann ist es natürlich eine Party, wenn man den Auftrag bekommt”, sagt er. „Es ist eine echte Herausforderung, bei der alle Boessenkool-Disziplinen angesprochen werden und ihre eigenen Stärken entfalten. Vom zertifizierten Schweißen über die äußerst präzise Großbearbeitung bis hin zum Maschinenbau und schließlich zur Ultrahochvakuum-Dichtheitsprüfung.“

Über das CERN

Das CERN mit Sitz in Genf ist ein Forschungsinstitut, an dem bahnbrechende wissenschaftliche Forschungen zu den kleinsten Teilchen der Erde durchgeführt werden. Dafür wurde der sogenannte LHC, Large Hydron Collider gebaut. Dieser Teilchenbeschleuniger befindet sich 100 Meter unter der Erde und misst einen Umfang von 27 Kilometern. In diesem Kollider werden Teilchen, beispielsweise Elektronen, durch Supraleitung und nahe dem absoluten Nullpunkt (1,6 Kelvin) mit einer sehr hohen Geschwindigkeit kollidiert. Dadurch entstehen bei der Kollision durch die Spaltung noch kleinere Partikel, die ebenfalls viel Energie freisetzen. Durch die Untersuchung der Auswirkungen einer solchen Kollision werden hochspezialisierte neue Erkenntnisse gewonnen und bahnbrechende neue Technologien entdeckt und entwickelt.

Über die Maschinenfabrik Boessenkool

Maschinenfabrik Boessenkool von Almelo ist im weitesten Sinne eine spezialisierte und innovative Maschinenfabrik. Metallprodukte und -maschinen werden mit äußerster Präzision im Großformat hergestellt. Die Maschinenfabrik wurde im vergangenen Jahr von der Erasmus-Universität als innovativstes Unternehmen in den Niederlanden ausgewählt. In diesem Jahr wurde Eelco Osse zum Ingenieur des Jahres der Niederlande gekürt.

Für weitere Informationen: www.boessenkool.com